Kolossale Theater-Kollaboration
dpa, 23.02.09
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„Komm doch rein, Odysseus! 2010 entsteht ein außergewöhnliches Theaterprojekt. Zehn Jahre lang irrte Odysseus umher, bis er nach dem Trojanischen Krieg nach Hause fand. Dass er im Ruhrgebiet vorbeikam, ist nicht gesichert, doch die Theater der Region holen seine Geschichte auf ihre Bühnen – und lassen das Publikum reisen. Und jeder soll Gastgeber sein; oder Gast. Das klingt ein bisschen verrückt, aber auch spannend.“
Gudrun Norbisrath, WAZ vom 16.10.2009
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„Im Februar 2010 also fahren hunderte von Autos durch das Ruhrgebiet, deren Insassen sich nicht kennen, sich gegenübersitzen wie Odysseus und Nausicaa. Die Versuchsanordnung, die raumlaborberlin hier schafft ist eine Reflexion über das Reisen, die Fremde, die Metropole, deren monströser Grad an Fremdheit, an Fremden, an potentiellem Glück, das seit jeher ihre Anziehungskraft ausmachte. (…) Das ist natürlich großes Meta-Theater, die Theatralisierung der Stadt oder die Urbanisierung des Theaters, ganz wie man will.“
Niklas Maak, aus: Schnitt ist Offene. In: Theater, Theater. Odyssee Europa. S. Fischer Verlag. Erscheint Februar 2010
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„Wenn wir das Fremde in der Odyssee fassen wollen, dann sicher nicht im Sinn einer Mittelmeerkreuzfahrt. Die Vermutung liegt nahe, dass dieses Fremde, das in der Odyssee dem Helden und seiner Reisegruppe begegnet, nicht ein geografisch oder kulturell Fremdes ist, sondern das fremdgewordene Eigene.
Dieses Absinken von Geschichte ins Unbewusste ist ein Thema, mit dem sich Europa in der Tat auseinandersetzen muss.”
Guido Hiss, Schauplatz Ruhr / Theater der Zeit
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Die europäische Kulturhauptstadt, die längst nicht mehr Essen heißt, sondern „Ruhr.2010”, hat am Mittwoch ihr erstes Großprojekt präsentiert. Zum ersten Mal kamen jene sechs Dramatiker zusammen, die für die Theater des Ruhrgebiets auf den Spuren Homers wandeln und eine sechsteilige „Odyssee Europa” schreiben sollen.
Vasco Boenisch, Süddeutsche Zeitung vom 08.05.08
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Am Ende dieser „Langen Nacht der Odyssee“ kann man schon feststellen, dass die Ruhrgebietstheater schon bei diesem Prolog zur großen Uraufführung, zum großen Uraufführungsprojekt der Kulturhauptstadt 2010 gezeigt haben, wie unterschiedlich sie mit diesem großen Mythos umgehen.
Stefan Keim, WDR 3 am 28.02.09
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Der Start war um 18 Uhr, dann dauerte das Lese-Fest sechs Stunden in Dortmund; Bochum, Mülheim und Oberhausen hielten bis nach Mitternacht durch; in Essen ging’s bis 5 und in Moers war erst um 8 Uhr Schluss mit Homer. Es war der spektakuläre Auftakt für ein großes Projekt, das 2010 die Theater vereinen wird: Sie alle werden die Odyssee in neuer Gestalt aufführen, je ein Teil des Originals wird Grundlage für ein neues Stück.
Andreas Eichhorn, WAZ vom 02.03.09
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Mit einer Kunstaktion haben am Mittwoch sechs Theater des Ruhrgebiets ihre Kooperation zu Homers berühmter Heldendichtung Odyssee im Kulturhauptstadt-Programm 2010 gestartet. Vor dem Bochumer Schauspielhaus stiegen je ein Ensemblemitglied der Theater Dortmund, Essen, Moers, Oberhausen und Mülheim aus einem stilisierten “Trojanischen Pferd”.
APA/dpa, Der Standard vom 11.03.09
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